NEUE STUDIE

Lohnen sich die Aktienmärkte der Emerging Markets noch?

Markus Neumann Neumann Honorarberatung

Von Markus Neumann, Honorarberater
Seit 20 Jahren befasse ich mich intensiv mit dem Thema Geldanlage. Einer meiner Beratungsschwerpunkte ist die Strukturierung und Optimierung von Anlageportfolios.

In diesem Beitrag stelle ich meine neue Studie zu den Emerging Markets kurz vor. Sie enthält wichtige Erkenntnisse, die Anleger bei der Konstruktion von Portfolios berücksichtigen sollten.

Wer in den vergangenen 15 Jahren in die Aktienmärkte der Emerging Markets investierte, musste sich mit mageren Renditen zufriedengeben. Eine neue Studie der Neumann Honorarberatung untersucht, ob es sich noch lohnt, in den Schwellenländern anzulegen. Die Untersuchung stellt die Standardstrategie infrage und zeigt Ansätze, wie es Anleger besser machen können.

Sollten Aktien aus Schwellenländern Bestandteil eines diversifizierten Anlageportfolios sein? Viele Finanzmarktforscher und Anlageexperten beantworten diese Frage mit Ja. Wer den Weltaktienmarkt abbilden wolle, müsse auch die sogenannten Emerging Markets (EM) abdecken.

Die Erweiterung des Anlageuniversums soll die Diversifikation verbessern und zugleich Chancen auf höhere Renditen bieten. Den Schwellenländern eilt der Ruf voraus, riskanter zu sein als die etablierten Industrienationen. Doch dafür sollen märchenhafte Gewinne winken.

So wie etwa von 2001 bis Ende 2010. Damals ließen die Emerging Markets die Aktienmärkte der Industrieländer weit hinter sich, gemessen an breit gestreuten Indizes wie dem MSCI World und dem MSCI Emerging Markets. Schwellenländeraktien erwirtschafteten mehr als das Dreifache im Vergleich zu Industrieländeraktien.

Damals glaubten so gut wie alle Anleger, dass Brasilien, Russland, Indien und China wegen ihres hohen Wirtschaftswachstums schnell zu den Industrieländern aufschließen würden, was wiederum für üppige Gewinne an den Aktienmärkten sorgen sollte.

Doch die millionenfach verkaufte Wachstumsstory ging anders aus als viele Anleger erwartetet hatten: Seit 2011 laufen Industrieländeraktien erheblich besser als Emerging Markets. MSCI-World-ETFs erzielten Renditen von durchschnittlich fast 11,5 Prozent pro Jahr. ETFs auf den MSCI Emerging Markets brachten dagegen nur gut 4 Prozent jährlich ein.

Angesichts derartig magerer Renditen über einen quälend langen Zeitraum fragen sich viele Anleger, warum sie in Schwellenländeraktien investieren sollten?

Dieser Frage gehe ich in einer exklusiven Studie über die Aktienmärkte der Emerging Markets auf den Grund. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

In den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten haben sich breit diversifizierte Investments in Schwellenländeraktien kaum gelohnt. Zwar war die jährliche Rendite im Durchschnitt um 0,37 Prozentpunkte höher als die von Industrieländeraktien gemessen am MSCI World Index. Doch das Rendite-Risiko-Verhältnis von Emerging-Markets-Aktien war insgesamt schlechter. Ursache war deren höhere Volatilität.

Die Beimischung eines ETFs auf den MSCI Emerging Markets Index zu einem ETF auf den MSCI World Index brachte nur geringe Vorteile. Die Rendite des Portfolios stieg leicht an. Aber dafür nahm auch das Risiko zu. Dennoch verbesserte sich das Rendite-Risiko-Verhältnis des Portfolios geringfügig.

Die Studie untersucht zudem alternative Indexkonzepte für Schwellenländeraktien sowie sogenannte Faktor-Strategien, auch Smart Beta genannt. Während Indexkonzepte wie Gleichgewichtungen und Gewichtungen nach Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen 15 Jahren nicht besser abschnitten als ein nach Börsenwert gewichteter Marktindex, lieferten Smart-Beta-Strategien höhere Renditen. Zudem zeigten sich diese Konzepte über verschiedene Anlagezeiträume relativ robust.

Seit 1988 verhielten sich die relativen Renditen von Schwellen- und Industrieländeraktien zyklisch zueinander. Auf eine Phase höherer Renditen in den Schwellenländern folgte eine Phase höherer Renditen in den Industrieländern. Ihren großen Vorsprung gaben die Schwellenländer immer wieder vollständig ab. Zuletzt Anfang 2025. Bleibt die zyklische Beziehung der relativen Renditen stabil, könnte nun eine Periode mit höheren Renditen in den Emerging Markets folgen.

Zudem enthält die Studie Produktempfehlungen, mit denen Anleger eine Schwellenländerstrategie umsetzen können.
Studie: Lohnen sich die Aktienmärkte der Schwellenländer?

EMERGING MARKETS IM PORTFOLIO

Lohnen sich die Schwellenländer noch?

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© Neumann Honorarberatung, aktualisiert am 06.03.2026

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